Kopfläuse - HWKS Akademie Bayern

Pflanzenkunde
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Kopfläuse
Besonders in den Herbst- und Wintermonaten lesen Eltern auf einem Schild des Kindergartens am Eingang „Wir haben Läuse“.  
 
 
Die Kopflaus gehört zu den Insekten, kann bis zu 3 mm groß werden und schnell mal übersehen werden.
 
Tatsächlich kann es Monate dauern, bis Eltern den Läusebefall Ihres Kindes bemerken.
 
Mit ihren Mundwerkzeugen ritzen die Parasiten die Kopfhaut an und ernähren sich über den Stehsaugrüssel vom Blut der Kopfhaut. Dabei sondern sie eine Flüssigkeit ab, welche die Blutgerinnung hemmt und den lästigen Juckreiz verursachen kann. Der Juckreiz ist eine mögliche Reaktion des Körpers auf das Mittel, das die Laus beim Saugen in die Haut abgibt, weshalb viele Kinder  sich kratzen. Doch ist dies nicht unbedingt ein typisches Symptom. Untersuchungen haben ergeben, dass weniger als 20 % der Betroffenen überhaupt einen Juckreiz verspüren. Kopfläuse müssen alle drei bis sechs Stunden Blut aufnehmen, um zu überleben und vermehren sich ausschließlich auf Menschen.
 
Nur die erwachsenen Kopfläuse sind flink und sind für die Verbreitung verantwortlich.
 
An den Beinen besitzen Kopfläuse Klauen, mit denen sie sich an den Haaren festklammern. Sie können aber weder fliegen noch springen und benötigen einen direkten Kontakt, das heißt: Sie können nur von Kopf zu Kopf wandern, um von  Haar-zu-Haar- zu klettern.
 
Bei einem starken Befall ist es auch möglich, dass sie sich auf andere behaarte Bereiche wie Bart, Augenbrauen oder Achselhaare ausbreiten.
 
Kinder sind wahrscheinlich deshalb öfter von einem Befall betroffen, weil sie engen Körperkontakt bevorzugen, die Köpfe gerne zusammenstecken, viel kuscheln und engen Kontakt lieben. Es wäre sicher sinnvoll auch unseren kleinen Schützlingen die Situation zu erklären und aufzuklären. Selbstverständlich spielerisch und ohne übertriebene Angst und Grusel.
 
Es gibt drei Phasen:
 
Eine Kopflaus bleibt selten lange allein. Ein Weibchen lebt ca. einen Monat, die Männchen ca. 2 Wochen. Am Anfang vermehren sich Kopfläuse (Larven) noch nicht. Eine ausgewachsene Kopflaus dagegen kann bis zu 300 Eier (sogenannte Nissen) ablegen. Das sind etwa zehn Eier am Tag. Die Nissen sind im Haar gut sichtbar und kleben mit fester Hülle am Haaransatz. Die Eier sind bräunlich und werden dann weiß, wenn die Läuse ausschlüpfen. Zunächst befinden sich die Eier sehr in Kopfhaut-Nähe (beim  Haaransatz). Mit der Zeit wachsen sie mit dem Haar heraus.
In dieser Form können die Eier mehrere Monate lang im Haar überdauern. Nach ca. zehn Tagen schlüpfen die Larven der Kopfläuse, die sich innerhalb von neun bis elf Tagen zu geschlechtsreifen Läusen entwickeln.
 

Die noch jungen Larven haben in den ersten zehn Tagen noch keine voll entwickelten Gliedmaßen und halten sich immer in der Nähe der Kopfhaut auf. Von ihnen geht keine Übertragung aus. Ebenso wenig von den fest verklebten Eiern! In diesem Stadium können Sie mit einer Pinzette die Larven und Eier gut greifen und entfernen. Das Entfernen nimmt einige Zeit in Anspruch und ziept vielleicht ein wenig, jedoch ist dies eine sehr schonende und gute Alternative ohne Nebenwirkungen und frei von der Chemiekeule, welche auch Allergien, Asthma und Nervenschädigungen auslösen kann.
 
Wenn noch keine wunden Stellen (durch das Kratzen) entstanden sind, können die Haare mit einem lauwarmem Essig-Wasser-Gemisch (2-3 Esslöffel auf 1 Liter Wasser)gespült oder mehrmals täglich besprüht werden, was das Wachstum erheblich stört, indem es den Panzer der Krabbler angreift und austrocknet.
 
Zusätzlich die Haare und Haaransatz mit Öl (Kokosöl, Olivenöl, usw.) oder Mayo einmassieren. Eine Duschhaube aufsetzen und über Nacht einwirken lassen. Das Fett umhüllt die lebenden Tiere und kann sie innerhalb kürzester Zeit ersticken. Anschließend sollten die Haare mit Shampoo gereinigt werden.
 
Um sicherzugehen, muss jede Behandlung spätestens 10 Tagen wiederholt bzw. überprüft werden. Ich rate, täglich die Kopfhaut auf Spuren der Kopflaus zu untersuchen. Am liebsten verstecken sie sich hinter den Ohren und am Haaransatz.
 
Spezielle Läuse- u. Nissenkämme können in der Apotheke erworben werden. Meine persönlichen Erfahrungen zeigen jedoch, dass diese Kämme auch nicht immer optimal beim Entfernen der Krabbeltiere/Nissen helfen, da die Kämme oft zu grob sind und die Nissen zu fest an den Haaren kleben. Gerade längere Haar erschwert das Auskämmen noch zusätzlich. Jedoch müssen Mädchen nicht ihre langen Haare opfern.
 
 
Wenn in Ihrer Familie Kopfläuse auftreten, verfallen Sie nicht in Panik. Es muss nichts übertrieben werden. Läuseeier fallen nicht von den Haaren, krabbeln nicht auf Polstermöbeln, Gardinen oder Kuscheltieren.
 
Eine seltenere Läuse-Ursache ist der indirekte Übertragungsweg über gemeinsam benutzte Gegenstände wie Mützen, Schals, Haarbürsten, Kämme, Haarspangen und -gummis.
 
Es kann unterstützen, wenn Sie einmalig die  Schlafanzüge, Bettwäsche waschen, die bei der Behandlung getragene Kleidung und die verwendeten Handtücher bei 60° C (mind. 10 Min). Keine Kopflaus würde die Temperatur von 60 ° in der Waschmaschine überleben. Ebenso kann man Gegenstände für 48 Std. in den Gefrierschrank legen.
 
Haare föhnen vermeiden! Einerseits, weil die Wärme den Kopfläusen generell gefällt, aber vor allem, weil sie das Schlüpfen der Nissen begünstigt.
 
Diese Maßnahmen können zusätzlich nach dem überstandenen Kopflausbefall ergriffen werden, dienen aber nicht zur Vorbeugung.
 
Ihr Haustier ist kein geeigneter Wirt. Meerschweinchen, Hunde oder Katzen sind für Kopfläuse absolut uninteressant.
 
Kopfläuse brauchen regelmäßig Blut zum Überleben. Nach maximal 55 Stunden, also nicht einmal drei Tagen, ohne menschliches Blut sterben sie.
 

Eine 100%ige Vorbeugung der Kopfläuse ist nicht möglich. Kontrollieren sie alle Familienmitglieder auf einen möglichen Befall mehrere Tage und immer wieder. Vermeiden Sie das zusammenstecken der Köpfe. Entfernen Sie mit der Pinzette ggf. die kleinen Krabbelkünstler und deren Nissen.
 
 
Weitere Behandlungsergänzungen:
Ein effektives Mittel gegen Läuse ist das Zitronengras. Das aromatische Gras kennen Sie vielleicht aus ihrer Küche. In der traditionellen indischen Medizin wird es seit Jahrhunderten verwendet. Das ätherische Öl wird aus den Blättern gewonnen. Man gibt zwei Tropfen Zitronengras auf eine normale Portion eines milden, unparfümierten Shampoos, zerreibt es zwischen den Handflächen und wäscht das Haar wie gewohnt. Da Zitronengras bei einigen Menschen zu Hautreizungen führen kann, ist es für Babys und Kinder ungeeignet. Ebenso ist der Einsatz von ätherischen Ölen für Kinder unter 3 Jahren nicht zu empfehlen.
Neben dem Zitronengras mögen die Tiere den Duft der Hundszunge nicht.. Hierfür einfach  die Blätter in der Hand zerreiben und den Pflanzensaft in den Haaren verteilen.

Neuere wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass das Öl des TEA-TREE zur Abtötung von Läusen eingesetzt werden kann. In Deutschland ist dieses Öl unter dem Namen Teebaum-Öl bekannt. Die Läuse lieben diesen Geruch auch nicht.
Die Araber, Griechen und Römer setzten Pinienöl zur Vorbeugung gegen Läusebefall ein, da dieses Öl insekten- und parasitenabweisend ist. Ebenfalls empfohlen wird Thymianöl, da es desinfizierend und keimabtötend wirkt. Wenige Tropfen (2-3 Stück) sind hier schon ausreichend. Bitte beachten sie, dass äth. Öle bei Kindern unter 3 Jahren auf keinen Fall angewendet werden sollten.

 
Es ist bis heute nicht bekannt, warum bestimmte Menschen betroffen sind und andere nicht. Es hat sicher nichts mit zu seltenen Haarwäschen oder mangelhafter Sauberkeit zu tun.
 
 
Neben all der Aufregung verlieren Sie nun sicherlich Ihre Angst vor den kleinen Krabbeltieren, denn nun wissen Sie viel mehr ber die kleinen Läuse.
 
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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